20 Jahre KIZ Spittal an der Drau

pro mente: kinder jugend familie

20 Jahre KIZ Spittal: Ein sicherer Hafen für junge Menschen in akuten Krisen

Das Kriseninterventionszentrum (KIZ) in Spittal an der Drau feiert sein 20-jähriges Bestehen. Seit zwei Jahrzehnten bietet die Einrichtung von pro mente: kinder jugend familie rasche, unbürokratische und rund um die Uhr erreichbare Hilfe für Kinder und Jugendliche in akuten psychischen und sozialen Notlagen.

Ob extreme Familienkonflikte, psychische Überlastung, Gewalt- und Missbrauchserfahrungen oder Orientierungslosigkeit: Wenn Jugendliche nicht mehr weiterwissen, ist das KIZ Spittal seit genau 20 Jahren ein verlässlicher Auffangpunkt. Gegründet im Jahr 2006, hat sich die stationäre Einrichtung in der Villacher Straße zu einer unverzichtbaren Säule im psychosozialen Versorgungsnetz Kärntens entwickelt.

So kurz wie möglich, so lang wie nötig
Das KIZ Spittal bietet Platz für insgesamt zehn Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 4 und 18 Jahren. Die Verweildauer ist auf maximal acht Wochen ausgelegt. „Unser Ziel ist es, die Jugendlichen in der akuten Krise erst einmal emotional zu stabilisieren und gemeinsam mit den Familien, dem Jugendamt und weiteren Partnern nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten“, betont pro mente: kinder jugend familie- Geschäftsführer Univ.-Doz. Dr. Georg Spiel und hebt das multiprofessionelle Team hervor, das sich aus Psycholog:innen, Pädagog:innen und Therapeut:innen zusammensetzt.

Während des Aufenthalts wird den Kindern und  Jugendlichen ein strukturierter und dennoch abwechslungsreicher Alltag geboten. Neben psychologischer Betreuung, gemeinsamen Kochabenden und Freizeitaktivitäten sorgt ein hauseigener Turnsaal mit Boulderwand für den nötigen Ausgleich.

Ein starkes Netzwerk für den Kinderschutz
Die Arbeit im KIZ erfordert ein hohes Maß an Professionalität und Abgrenzung, gelingt aber vor allem durch die enge und jahrelange Zusammenarbeit mit starken Partnern. Dazu zählen die regionalen Jugendämter, Familienintensivbetreuer:innen sowie die Kinder- und Jugendpsychiatrie Klagenfurt und das LKH Villach.

 

Nach 20 Jahren zieht die Einrichtung eine tief bewegende Bilanz. Das Schönste für das Team? Dazu Fachbereichsleiter Mag. Dr. Markus Heinz: „Wenn Jugendliche, die vor Jahren in einer absoluten Ausnahmesituation bei uns waren, heute als gefestigte Erwachsene spontan vorbeischauen oder anrufen, um zu erzählen, was aus ihnen geworden ist. Das zeigt uns, dass wir zur richtigen Zeit den Unterschied machen konnten.“

Das KIZ Spittal ist 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, für junge Menschen in Not erreichbar und wird maßgeblich vom Land Kärnten finanziert.

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